Aus unserem Logbuch

Schwarzwald-Feeling delux

von | Mai 9, 2026 | Logbuch, Unterwegs

Wer im Nordschwarzwald unterwegs ist, kommt an der Hornisgrinde eigentlich nicht vorbei. Und kombiniert mit der Bannwald-Tour über den Wildsee ist das Schwarzwald-Feeling delux. Denn die Tour verbindet eigentlich alles, was das Wanderherz höher schlagen lässt: schmale Trails, felsige Pfade, aussichtsreiche Bergrücken, ruhige Waldpassagen und mit dem Wildsee am Ende noch ein echtes Naturhighlight. Mit rund 20 Kilometern und circa 830 Höhenmetern sollte man die Tour allerdings nicht unterschätzen. Kondition und an einigen Stellen auch Trittsicherheit sind definitiv gefragt.

Los geht die Tour am Ruhestein. Die ersten knapp zwei Kilometer führen zunächst recht entspannt über eine breite Forststraße Richtung Darmstädter Hütte. Perfekt zum Einlaufen, leicht bergauf und insgesamt angenehm zu laufen. Kurz vor der Darmstädter Hütte verlassen wir dann den breiten Weg und folgen ab hier dem Westweg und dem Baiersbronner Seensteig.

Und ab hier beginnt dann eigentlich genau der Teil der Tour, der sie so besonders macht. Statt breiter Wege folgen wir schmalen, teils felsigen Trails entlang des Bergrückens Richtung Seibelseck. Immer wieder öffnen sich dabei schöne Ausblicke hinunter ins Tal. Auch das Hotel am Mummelsee ist bereits in der Ferne zu erkennen und hoch oben auf der Hornisgrinde tronth die Grindehütte und der Hornisgrinde-Turm.

Ab dem Seibelseck gibt es dann zwei Möglichkeiten: Wer es etwas entspannter angehen möchte, folgt weiter dem Westweg Richtung Mummelsee und steigt von dort aus zur Hornisgrinde auf. Wer allerdings die etwas spannendere Variante bevorzugt, verlässt den Westweg und nimmt den direkten Aufstieg über einen steilen felsigen Pfad hinauf zur Hornisgrinde. Diese Variante ist abenteuerlicher, fordert aber definitiv auch etwas Kondition.

Oben angekommen lohnt sich eine Pause an der Grindehütte. Und eine kleine Runde über das Plateau der Hornisgrinde ist obligatorisch. Bei gutem Wetter reicht der Blick von hier oben weit über den Nordschwarzwald hinaus bis hinüber zu den Vogesen.

Von der Hornisgrinde aus geht es anschließend zunächst wieder über schmale Pfade und naturbelassene Wege bergab. Wir folgen dabei zuerst dem Seensteig, verlassen diesen später aber wieder und steigen weiter Richtung Hinterer Langenbach und zum Forsthaus Auerhahn ab. Dabei wechseln sich kurze Abschnitte auf breiteren Wegen immer wieder mit schönen kleinen Waldpfaden ab.

Am Forsthaus Auerhahn beginnt dann der zweite größere Anstieg der Tour Richtung Wildsee. Der Start auf einem breiten Forstweg ist zunächst noch etwas unspektakulär, doch je weiter der Weg ansteigt, desto schöner wird die Strecke wieder. Die Wege werden schmaler, felsiger und verwandeln sich erneut in kleine Trails, die Spaß machen.

Und dann schließlich erreichen wir den Wildsee. Für mich definitiv eines der Highlights der gesamten Tour. Ruhig gelegen, naturbelassen – ein kleiner magischer Ort mitten im Wald. Genau der richtige Platz, um nochmal kurz durchzuatmen und die Stimmung zu genießen, bevor der letzte Anstieg Richtung Ruhestein wartet.

Und dieser hat es nochmal in sich. Gerade der Aufstieg vom Wildsee fordert nochmal ordentlich Kraft und auch Trittsicherheit. Teilweise geht es steil bergauf, an anfangs müssen wir uns über Baumwurzeln und kleinere Baumstämme kämpfen. Vor allem bei Nässe ist der Abschnitt rutschig und nicht ganz ungefährlich.

Oben angekommen treffen wir schließlich wieder auf den Westweg und folgen diesem zurück Richtung Ruhestein.

Fazit:
Alles in allem ist die Bannwald-Tour mit Abstecher auf die Hornisgrinde wirklich eine richtig schöne und abwechslungsreiche Rundtour im Nordschwarzwald. Die Mischung aus aussichtsreichen Höhenwegen, schmalen Trails, felsigen Passagen und den beiden Highlights Hornisgrinde und Wildsee macht die Tour definitiv besonders. Die wenigen breiteren Schotter- und Forstwege sind dabei eher willkommene Erholungsphasen zwischendurch als störende Elemente. Gerade an schönen Wochenenden dürfte man hier allerdings nicht alleine unterwegs sein – vor allem rund um Hornisgrinde und Mummelsee kann es im Sommer durchaus voll werden. Nicht umsonst hat der Mummelsee auch seinen Spitznamen „Bummelsee“.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert